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Wetterfeste Gartenteppiche

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Einen Teppich für den Garten kaufen

Die Frage vor jedem Kauf ist immer dieselbe: Hält ein Gartenteppich mehrere Sommer durch oder ist er nach einer Saison hin? Die Antwort steckt im Material. Ein Gartenteppich aus Kunstfaser wie Polypropylen ist UV-beständig, witterungsfest und feuchtigkeitsabweisend. Er verträgt Regen, Sonne und Schmutz und bleibt dabei formstabil. Damit wird dein Aussenbereich zur zweiten Wohnzone: Sitzecke, Lounge oder Essplatz bekommen eine klare, gemütliche Fläche, du schützt den Boden vor Kratzern und läufst barfuss über weiche Fasern statt über kalte Platten.

Gartenteppich, der mehrere Saisons hält: worauf es beim Material ankommt

Die meisten Outdoor-Teppiche bestehen aus Polypropylen oder Polyester. Der Grund ist einfach: Diese Kunstfasern sind lichtecht, witterungs- und UV-beständig und nehmen kaum Wasser auf. Polypropylen ist der Standard und die zuverlässige Basis. Es ist schmutz- und wasserabweisend und deshalb besonders pflegeleicht. Polyester fühlt sich etwas weicher an und ist farbintensiver, trocknet dafür langsamer.

Für stark beanspruchte Flächen gibt es robustere Varianten. Polyethylen gilt als besonders widerstandsfähig und hält auch schweren Gartenmöbeln stand. Nylon ist die abriebfesteste und farbstabilste Faser, dafür teurer. Wer auf Nachhaltigkeit achtet, findet Modelle aus recyceltem PET, die ebenfalls UV-beständig, wasserabweisend und farbecht sind.

Naturmaterialien sind im Freien heikler. Jute ist feuchtigkeitsempfindlich und kann schimmeln oder sich verformen. Kokosfaser ist zwar wasserabweisend, bleicht aber in der Sonne aus und wird mit der Zeit brüchig. Bei guter Pflege halten Kunstfaser-Modelle drei bis fünf Jahre, robustere sogar länger. Ein Praxisbeispiel: eine Lounge-Ecke auf einer Natursteinterrasse in praller Südsonne bleibt mit einem hochwertigen, UV-beständigen Teppich über Jahre farbecht, während günstige Modelle schon nach einer Saison sichtbar verblassen.

Regen, Feuchtigkeit und Staunässe: warum ein Gartenteppich trocken bleibt

Ein Gartenteppich ist wasserabweisend und wasserdurchlässig, nicht wasserdicht. Das ist gewollt: Regen läuft grösstenteils durch die Fasern durch oder perlt an der Oberfläche ab. Synthetische Fasern nehmen kaum Wasser auf und behalten auch nach Nässe ihre Form. Sie wellen sich nicht und werden nicht schwer.

Entscheidend gegen Staunässe ist die Rückseite. Eine Drainage-Rückseite mit Noppen sorgt dafür, dass Wasser abfliessen kann. So sammelt sich nichts unter dem Teppich, und die Fläche trocknet wieder ab. Bei sehr langem, starkem Regen holst du den Teppich am besten kurz ins Haus, damit er nicht zu viel Feuchtigkeit zieht.

Ein Punkt gehört offen auf den Tisch: Nass kann ein Outdoor-Teppich etwas rutschig werden. Auf glatten Böden wie Fliesen oder Naturstein kann er bei Wind oder Regen ausserdem verrutschen. Die Lösung ist eine rutschfeste Unterlage. Sie hält den Teppich an Ort und Stelle und macht die Fläche auch bei Nässe trittsicher.

Schimmel und Insekten unter dem Teppich: was wirklich passiert

Viele fürchten, dass es unter dem Teppich schimmelt oder krabbelt. Bei Kunstfaser ist die Sorge weitgehend unbegründet. Polypropylen nimmt keine Feuchtigkeit auf, deshalb finden Hausstaubmilben und Schimmelpilze im Material selbst keinen Nährboden. Schimmel entsteht bei Outdoor-Teppichen fast immer durch Staunässe, fehlende Luftzirkulation oder falsche Lagerung, also durch die Bedingungen und nicht durch das Material.

Konkret heisst das: Ein Teppich, der auf Rasen unter einem Baum liegt und von unten dauernd Feuchtigkeit und Laub abbekommt, braucht Aufmerksamkeit. Nimm ihn ab und zu hoch, damit die Fläche darunter abtrocknen kann, und entferne Laub regelmässig. Dann bleibt auch dort alles trocken.

Bei Insekten hilft ein einfacher Fakt: Teppichkäfer- und Mottenlarven ernähren sich von Keratin aus tierischen Materialien wie Wolle, Haaren oder Federn. Synthetische Fasern bieten ihnen kein Nahrungsangebot. Ein Gartenteppich aus Polypropylen ist für diese Schädlinge schlicht uninteressant.

Gartenteppich pflegen in drei Schritten

Die Reinigung ist unkompliziert und in drei Schritten erledigt:

  • Losen Schmutz weg: Teppich ausschütteln oder absaugen, damit Sand, Erde und Krümel raus sind.
  • Abspritzen: Mit dem Gartenschlauch auf sanfter Sprüheinstellung abspülen. Bei stärkerer Verschmutzung eine milde Seifenlösung und eine weiche Bürste verwenden.
  • Trocknen lassen: Vollständig durchtrocknen lassen, am besten an der Luft. Das ist der wichtigste Schritt gegen Gerüche und Schimmel.

Als Rhythmus reicht einmal pro Woche fegen oder saugen, dazu alle paar Monate eine gründliche Reinigung mit Wasser und Seife. Ein paar Dinge solltest du sein lassen: Kein Hochdruckreiniger, der beschädigt die Fasern. Keine aggressiven Grünbelag-Entferner oder chlorhaltigen Mittel, die bleichen die Farben aus. Ein Terrassenteppich neben dem Grill, der Fettspritzer und Asche abbekommt, wird zuerst grob abgekehrt und dann mit milder Seifenlösung und weicher Bürste behandelt. Kleine Formate lassen sich je nach Etikett bei maximal 30 Grad im Schonwaschgang waschen, grosse Teppiche reinigst du von Hand.

Teppich für Garten nach Standort wählen: Sonne, Schatten, Rasen, Fliesen

Der beste Teppich für Garten hängt vom Standort ab. In praller Sonne zählt UV-Beständigkeit am meisten. Greif hier zu einem hochwertigen Modell aus Polypropylen, Nylon oder recyceltem PET, das nur langsam ausbleicht. Bei sehr intensiver Dauerbelastung kann Polypropylen nach mehreren Jahren spröde werden, dann sind die farbstabilen Fasern die bessere Wahl.

Auf Rasen oder Erde ist Feuchtigkeit von unten das Thema. Achte auf eine Drainage-Rückseite und heb den Teppich ab und zu an, damit alles abtrocknet. Auf Fliesen, Stein oder glattem Holz geht es um Trittsicherheit: Eine rutschfeste Unterlage verhindert das Verrutschen und macht die Fläche bei Nässe sicher.

Bei der Grösse gilt: Der Teppich soll die Möbelgruppe zusammenführen. Als Faustregel steht er mindestens 30 cm breiter da als die darauf platzierte Sitzgruppe, bei grosszügigen Sitzinseln ragt er auf allen Seiten 40 bis 50 cm hinaus. Mindestens die vorderen Möbelbeine sollten auf dem Teppich stehen. Zur Orientierung:

  • Balkonteppich: für kleine Balkone reicht oft rund 120 × 180 cm.
  • Kleine Terrasse: etwa 140 × 200 cm oder 160 × 230 cm.
  • Mittlere Terrasse oder Patio: 200 × 300 cm.
  • Grosse Terrasse und Lounge: 300 × 400 cm.
  • Runde Formate: Ø 150 bis 160 cm für einen kompakten Sitzbereich, Ø 180 cm für vier Personen am Esstisch, Ø 200 cm als beliebteste Grösse.

Gartenteppich richtig einwintern und über die Jahre bringen

Ein Gartenteppich muss nicht zwingend eingelagert werden, aber wer ihn über den Winter schützt, verlängert seine Lebensdauer deutlich. Vor der Lagerung reinigst du ihn und lässt ihn vollständig trocknen. Danach kommt er an einen kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Das Kellerabteil einer Mietwohnung eignet sich dafür gut, solange es trocken ist. Wichtig ist nur, dass der Teppich sauber und trocken eingerollt wird, damit sich keine Feuchtigkeit hält.

Während der Saison lohnt sich ein einfacher Trick: Dreh oder wende den Teppich ab und zu. So nutzt er sich gleichmässig ab und bleicht nicht einseitig aus. Sollte doch einmal Schimmel auftreten, hilft Trocknen in der Sonne, denn UV-Strahlen töten die Sporen ab. Danach abbürsten und mit einer Wasser-Essig-Mischung reinigen. Mit dieser Routine holst du mehrere Sommer aus deinem Teppich statt nur einen.